Köhler wie gestapelt!

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Solche Köhler - wie gestapelt!

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Rubrik: Angelbericht
Region: Mittel-Norwegen
Fischarten: Köhler
Angelmethoden: Bootsangeln, Pilken

Geo. Länge: 8.973949
Geo. Breite: 63.583470

Ein windstiller Tag im Mai. Wir befischten die Lachsbucht seit etwa einer halben Stunde ohne Erfolg. Der Fillfjord war spiegelblank, nicht eine Welle. Wir beobachteten wie eine Möwe vom Fels aufflog, eine Runde um die Bucht machte und sich wieder auf ihren Platz setzte. Zeitgleich stieg die nächste Möwe auf  drehte die gleiche Runde. Es gesellten sich immer mehr Möwen hinzu, die den gleichen Kreis flogen. Vielleicht kommt ein Schwarm in die Bucht hinein?

Es ruckte in der Rute meines Bootpartners. Ein kurzer, aber heftiger Drill brachte einen gerade maßigen Heilbutt zum Vorschein. As er dem Heilbut die Freiheit schenkte, weil er uns doch noch zu klein erschien, stießen die ersten Möwen ins Wasser. Sofort fuhren wir näher an das Geschehen heran. Der Versuch unsere Pilker abzulassen, scheiterte schon nach ca 5 m. Die Schnur stoppte und hing einfach nur locker rum. Bei einer Tiefe von 30 –40 m gar nicht möglich!

Es dauerte etwas, bis wir begriffen haben, dass unsere Köder längs genommen wurden. Alle Beifänger und der Pilker waren von Köhlern besetzt. Während wir die ersten Fische ins Boot zogen, kamen noch zwei weitere Boote unserer Reisegruppe in die Bucht. Sie erkannten sofort, was los war. Wir konnten ca. 1 Std. lang einen Köhler nach dem anderen landen. Doppelt, dreifach oder auch vierfach besetzte Montagen! Verlor man einen Fisch, dauerte es nicht lange, bis die frei gewordenen Haken wieder besetzt wurden. Nach dem wir versucht hatten unter dem Köhlerschwarm evt. größere Dorsche zu fangen, gaben wir  auf. Es war nicht möglich, selbst mit schweren Gewichten, unter den Schwarm zu kommen. In Anbetracht der Menge und dass wir noch zwei Tage den Fjord unsicher machen wollten, beschlossen wir, das Angeln zu beenden. Die Größe der Köhler von überwiegend 2-3 kg war schon sehr gut. Kollegen, die nocheinmal am Abend ihr Glück in der Lachsbucht versuchten, kamen ohne Fang in die Unterkunft zurück. Der Spuk war vorbei. Mit Sicherheit ein Erlebnis das wir nie vergessen werden. 

Gruß, Angelbenno!