Köhler machen Jagd auf kleine Schwarmfische

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Rubrik: Angelbericht
Region: Mittel-Norwegen
Fischarten: Köhler
Angelmethoden: Spinnfischen

Geo. Länge: 9.075555
Geo. Breite: 63.595242

An einem sonnigen Tag Mitte Mai fischten wir mit vier Booten a zwei Mann Besatzung gut verteilt auf dem Fillfjord. Um die Suche nach Hot Spots zu vereinfachen sollte die Besatzung, die einen Erfolg verbuchen konnte, die anderen Bootsbesatzungen telefonisch informieren. 4 Std. kein Anruf, kein nennenswerter Fang.

Wenn nichts gefangen wird, ziehen sich die Boote förmlich an: drei Boote standen schon aneinander gebunden. Völlige Ratlosigkeit.  Was tun? In der Ferne konnten wir das vierte Boot sehen - gerade auf uns zukommend. Auf unsere Frage wie es auf dem letzten Platz war, kam nur „ NICHT GUT“. Nur 2 Köhler und 3 sind ausgestiegen. Ein Blick  über die Bordkannte verschlug mir schon etwas die Sprache. 7 und 8 kg Köhler und 3 Aussteiger, wann fängt bei euch eigentlich „GUT“ an? Das konnten die Beiden mir nicht beantworten.

Wir also sofort Richtung Bucht. Schon bei der ersten Drift in die Bucht hinein kam der erste Köhler von fünf kg ins Boot. Jubel im Nachbarboot: fünf und sechs kg! Je tiefer wir uns in die Bucht treiben ließen, um so schneller kamen die Bisse. Erwachsene Köhler machten Jagd auf kleine Heringe. Sie verfolgten den Heringsschwarm bis zum Strand. Treibt man in die Bucht, sieht man auf der rechten Seite (in Fahrtrichtung) ein Zeichen ähnlich einem Mercedesstern in den Fels geschlagen. Ab hier sollte man umdrehen, damit eine Grundberührung vermieden wird. Jeder von uns konnte ein paar Köhler erwischen.                                            

Übrigens wurde unseren beiden Experten bewusst, dass sie viel zu tief angelten. Dass Heringe nicht aus Lebensfreude an das Ufer springen wissen sie jetzt auch ;-)

Sollte jemand Wattwürmer graben wollen: das geht am Besten von der Landseite aus. Von Travikan nach Ulvvågen führt die Straße direkt an der Wattwurmbucht vorbei.                                                

Ein einmaliges Erlebnis.  

Gruß,

Angelbenno